Real Death – Teil 3

Aristeia! - Titelbild Core Box

Die Drogen in ihrem Blutkreislauf puschten Gata weiter. Über das Head-up-Display, dass ihre speziellen Kontaktlinsen projizierten, hatte sie eine perfekte  Sicht auf den Ziggurat, den sie, um zu punkten, innerhalb des Rundentimers erreichen musste sowie sämtliche Positionen aller Aristos im HexaDome.

Solche Kontaktlinsen waren dabei eines ihrer wenigen Hilfsmittel, das sie sich erlaubte und waren nicht implantiert. Denn Gata war nie ein Freund von Augmentierungen gewesen und war bekannt und beliebt dafür, dass bei ihr – im Gegensatz zu den meisten anderen Aristos – alles natürlich war und sie nur durch hartes Training diese Spitzenleistungen ereichte. Das war ihre Marke. Sie war die süße Tochter, große Schwester oder coole Freundin, die jeder haben wollte und eine Multimilliarden-Werbeikone.

Deswegen musste sie auch ihre steigende Drogensucht geheimhalten, die sie das Trauma jedes Matches ertragen ließ und ihr Image ruiniert hätte.

Durch die Ablenkungen ihres Teams erreichte sie den Ziggurat genau in dem Moment, als der Timer abgelaufen war. „3 Siegespunkte für die Tunguska Thunderlords!!!“ schallte es durch den HexaDome nur um sofort von einem von der Menge gegrölltem Countdown Platz zu machen: „10, 9, 8…“

Gata wusste, dass sie nicht lange verschnaufen konnten. Beide Teams begannen bereits sich neu zu positionieren und 8-Ball, der inzwischen bei hEXx3r angekommen war, versuchte er sie mit seinem Stab und einem süffisanten „Be water, Babe!“ aus dem Gleichgewicht zu bringen. Doch hEXx3r war in ihren Bewegungen geschmeidig wie immer und wich seiner Aktion gekonnt aus. Sie nickte ihm kurz anerkennend zu, denn schließlich waren sie beide Nomaden und im realen Leben gute Kollegen.

Dann war der Countdown schon abgelaufen: „… 3, 2, 1…“ und der HexaDome begann zu vibrieren, als die äußersten Hexfelder versanken und Platz machten für ein Hologram, dass an eine aufbrausende Brandung erinnerte.

Das Thema des Abends war Atlantis und der HexaDome versank ganz dem Mythos von Platon entsprechend immer weiter im Meer.

Doch hEXx3r wusste, dass die Animation nichts mit dem kühlen, salzigen Nass zu tun hatte, das sie darstellte. Dahinter verbarg sich eine spezielle zähflüssige Masse, die, hatte sie einen einmal gefangen, nicht mehr freigab und ähnlich wie eine Mischung aus Pudding und Salzsäure wirkte. Man versank nicht wirklich, aber wurde schmerzhaft von unten her aufgelöst und sich wie eine Ewigkeit anfühlte, bis nach einer Weile das Hologramm den eigenen Todeskampf für die Zuschauer überblendete, ein martialisches „Frag!“ durch die Arena ging und die nächste Inkarnation einer selbst dank hyperschnellem Cube-Transfer im HexaDome in Aktion trat.

Das wollte sie an diesem Abend, ihrem Abend, gern vermeiden und hackte ein Hexfeld, um 8-Ball mehrere Meter von sich zu schleudern, um ihm nicht nochmal eine Gelegenheit zu bieten. Dann wies sie Mecha-1 an, sich im Zentrum des HexaDomes zu positionieren und Wild Bill in Schach zu halten.

***

The drugs coursing through her blood kept pushing Gata. Through the heads-up display projected by her special contact lenses, she had a perfect view of the ziggurat she had to reach within the round timer in order to score, as well as the positions of all Aristos in the HexaDome.

Such contact lenses were not implanted, one of the few aids Gata allowed herself. Because Gata had never been a friend of augmentations and was known and loved for the fact that with her – in contrast to most other Aristos – everything was natural and she only reached these peaks through hard training. That was her brand. She was the cute daughter, big sister or cool friend that everyone wanted and a multi-billion advertising icon.

That’s why she had to keep secret her increasing drug addiction, which helped her endure the trauma of every match and would have ruined her image.

Through her team’s distractions, she reached the ziggurat just as the timer ran out. „3 victory points for the Tunguska Thunderlords!!!“ echoed through the HexaDome only to be immediately replaced by a countdown roared by the crowd: „10, 9, 8…“

Gata knew they couldn’t rest for long. Both teams were already beginning to reposition, and 8-Ball, who had by now reached hEXx3r, tried with his staff and a smug „Be water, babe!“ to throw off hEXx3r’s balance. But hEXx3r was as supple in her movements as ever and skilfully dodged his action. She gave him a short nod of approval, because after all they were both nomads and good colleagues in real life.
The countdown rang out: „… 3, 2, 1…“ and the HexaDome began to vibrate as the outermost hexes sank and made room for a hologram reminiscent of a raging surf.

The theme of the evening was Atlantis and the HexaDome sank deeper and deeper into the sea, in keeping with Plato’s myth.

But hEXx3r knew the animation had nothing to do with the cool, salty water it represented. Behind it was a special viscous mass which, once it had caught you, would not release you and acted like a mixture of pudding and hydrochloric acid. You didn’t really sink, but were painfully dissolved from below, experiencing what felt like an eternity before the hologram faded over your own agony for the audience, a martial „Frag!“ went through the arena and the next incarnation of your self came into action thanks to hyper-fast cube transfer in the HexaDome.

Wanting to avoid that tonight, her night, she hacked a hex to throw 8-Ball several feet away to avoid giving him another opportunity. She then instructed Mecha-1 to position himself in the center of the HexaDome and keep Wild Bill at bay.

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