HL Cold Blood: Valkyrie

HexaDome Legends - Valkyrie - Titelbild

🎙️ VINCE McMAHOGANY: Sie kommt angerannt, meine Damen und Herren, und je länger der Anlauf, desto größer der Krach! In der alten Liga brauchte sie drei Schritte für die volle Ladung. Heute reicht EIN Schritt und irgendwas Hartes zum Dagegenknallen. Das nenne ich Fortschritt!

Valkyrie
Valkyrie, die nordische Riesin. Das Logo ist aus Aristeia! mitgekommen, hier aus dem Original-SVG gerendert.

Valkyrie kommt mit Cold Blood nach HexaDome Legends und gehört zu den sechs Aristos, die aus Aristeia! mitgekommen sind. Ihre alte Analyse steht hier.

Valkyrie ist der einzige Rückkehrer, dessen vier Grundwerte sich um keinen einzigen Punkt verändert haben. Trotzdem spielt sie sich anders, und das liegt an einer Zeile, die man leicht überliest.

HexaDome Legends – Valkyrie – Artwork
Die Legends-Kunst zu Cold Blood: Visier, Zopf, und eine Axt, die quer durchs ganze Bild reicht. Die Leuchtpunkte auf der Rüstung tauchen auf der Miniatur als erhabene Nieten wieder auf.
HexaDome Legends – Valkyrie – Miniatur
Die Miniatur aus Cold Blood, hier noch ungrundiert. Der Arm ist über den Kopf gestreckt, die Axt steht frei in der Luft. Aus dem Ankündigungsfoto freigestellt, deshalb die weiche Kante.
Aristeia! – Valkyrie
Die Aristeia!-Karte von 2018. Auf Charge of the Valkyrie steht ein einziger roter Würfel.
HexaDome Legends – Valkyrie
HexaDome Legends 2026: zwei gedruckte Würfel, und der volle Pool kostet nur noch einen Bewegungspunkt.

Vorweg: der gedruckte Pool täuscht

Bei Valkyrie ist der Würfelpool auf der Karte in beiden Spielen nicht der Pool, mit dem sie tatsächlich wirft. Ihre Angriffsaktion holt sich Würfel aus der Bewegung dazu. Wer nur zählt, was gedruckt ist, unterschätzt sie systematisch.

In Aristeia! stand auf Charge of the Valkyrie ein einziger roter Würfel. Einer. Das war nie der Wert der Aktion, sondern der Startpunkt.

Die Grundwerte

Wert Aristeia! Legends
Lebenspunkte44
Initiative55
Energie55
Bewegung44

Nichts. Keine einzige Änderung.

Die Würfelzeilen

Zeile Aristeia! Legends
Agilityorange, blauorange, blau
Brawnblaublau, schwarz
Defensegrün, blaugrün, blau

Zwei Zeilen identisch, in der dritten kommt ein Würfel dazu. Ihr Brawn wächst von einem auf zwei Würfel.

Das ist mehr wert, als es aussieht, denn Brawn entscheidet Kollisionen, und keine Figur im Feld rennt so oft absichtlich in etwas hinein wie sie. Der zusätzliche schwarze Würfel liefert Blocks und, seit der Würfelreform, auch Spezial-Symbole.

Mit sechs Attributwürfeln gehört sie zur bestbestückten Gruppe im Zwölferfeld.

Der Sturmangriff

Aristeia! Legends
Kosten3 AP3 AP
Reichweite1-21-2
Gedrucktrotrot, orange
Zusatz 11 oranger Würfel je ausgegebenem Bewegungspunkt, bis zu 31 oranger Würfel, wenn sie sich in dieser Aktivierung mindestens ein Feld bewegt hat
Zusatz 2Vor dem Switch-Schritt: 1 Block aus dem gegnerischen Wurf streichenApproach 1 auf das Ziel, bei Kollision 1 weiterer oranger Würfel
Zusatz 3Nach der Auflösung: einmal auf ein Feld neben dem Ziel displacen—

Die Obergrenze ist in beiden Fassungen dieselbe: ein roter und drei orange Würfel. Und weil der Pool identisch ist, ist auch das Ergebnis identisch.

Voll ausgereizt Aristeia! Legends
Würfelrot, orange, orange, orangerot, orange, orange, orange
Erfolge im Schnitt3,503,50
Blocks im Schnitt1,501,50

Gleiches Maximum. Was sich geändert hat, ist der Weg dorthin. In Aristeia! kostete der volle Pool drei Bewegungspunkte. Bei Bewegung 4 hieß das: fast die ganze Fortbewegung einer Aktivierung nur für die Würfel, und das Ziel musste danach immer noch in Reichweite 1-2 stehen.

In Legends kostet er einen Bewegungspunkt und eine Kollision. Ein Feld bewegen genügt für den ersten Würfel, den zweiten holt sie sich über Approach 1, das sie ohnehin näher an das Ziel bringt. Der Weg zum Maximum ist deutlich billiger geworden.

Steht das Ziel schon daneben, sieht es aus, als falle der zweite Würfel weg: Approach 1 scheint unmöglich, wenn kein Feld mehr dazwischen liegt. Er fällt nicht weg. Ein angrenzendes Ziel darf angenähert werden, und die Kollision tritt dabei automatisch ein — bestätigt von Corvus Belli, nachzulesen in unseren Regelfragen an Corvus Belli.

Dazu kommt, dass ihr gedruckter Pool von einem auf zwei Würfel gestiegen ist. Für den Fall, dass sie einmal ohne Anlauf zuschlagen muss:

Ohne Zusatzwürfel Aristeia! Legends
Erfolge im Schnitt1,001,83
Blocks im Schnitt0,000,50

Aus einem Wurf, der mit einem einzigen Würfel praktisch nichts ausrichtete, ist ein brauchbarer Angriff geworden.

Was sie dafür verloren hat

Der zweite Zusatzeffekt aus Aristeia! ist ersatzlos gestrichen: „Vor dem Switch-Schritt einen Block aus dem Wurf des Gegners streichen.“ Das war ein Angriff auf die gegnerische Verteidigung, unabhängig davon, wie gut sie selbst würfelte.

Auch das nachträgliche Displace neben das Ziel ist weg. Es ist durch Approach 1 ersetzt worden, das vor dem Wurf greift statt danach. Das passt zum Umbau des ganzen Spiels: Legends hat die Bewegungseffekte konsequent vor die Auflösung gezogen.

Unterm Strich: Sie kommt leichter an ihre Würfel, hat aber ein Werkzeug weniger, um die gegnerische Verteidigung zu unterlaufen.

Frostbite

Aristeia! Legends
Kosten2 AP2 AP
Würfelblau, gelbblau, gelb
EffektErfolg: Immobilized auf jeden Gegner in ReichweiteErfolg: Immobilize beliebig viele angrenzende Elemente

Der Würfelpool ist identisch, die Trefferquote ebenfalls: 33,3 Prozent in beiden Fassungen für ihren Switch, der Erwartungswert bei 0,83 Erfolgen.

Der Unterschied steckt im Wort. Aristeia! sprach von Gegnern, Legends von Elementen. Elemente schließen Hindernisse ein.

Das ist kein Detail, wenn man sich ihre Passive ansieht.

Die Passiven

Benediction of Freyja heißt jetzt Freyja’s Blessing und gibt ihr weiterhin einen blauen Würfel auf ihre Würfe je angrenzendem immobilisiertem Ziel. Auch hier steht in der Legends-Fassung „Element“ statt „Gegner“.

Zusammengenommen heißt das: Sie kann sich in Legends neben ein Hindernis stellen, es einfrieren und dafür einen Würfel kassieren. In Aristeia! musste ein Gegner herhalten. Die beiden Karten greifen jetzt enger ineinander, und sie ist weniger davon abhängig, dass sich jemand freiwillig neben sie stellt.

Diese Lesart stammt vom Kartenfoto. Die Wortwahl ist eindeutig, die Regelfolgen sind es nicht. Was genau als Element zählt, schlägt man besser vor der ersten Partie im Reference Guide nach als mittendrin.

Benediction of Thor heißt jetzt Thor’s Blessing und ist unverändert: Gegnerische Effekte können sie nicht bewegen, platzieren oder displacen.

Diese Fähigkeit ist im Legends-Kader mehr wert als in Aristeia!, weil Legends deutlich mehr Verschiebung ins Spiel gebracht hat. Und sie deckt mehr ab, als der kurze Text vermuten lässt: Push und Pull sind im Reference Guide nichts anderes als ein Displace mit fester Richtung, im Artikel über hEXx3r steht die Stelle im Wortlaut. Wer Valkyrie das Displacen verbietet, verbietet ihr Push und Pull gleich mit. Gegen hEXx3r, Wisteria und Maximus ist sie damit immun gegen den halben Werkzeugkasten, nicht nur gegen dessen richtungsfreien Teil.

Der generelle Switch

Aristeia! Legends
2x Schild: 1 Erfolg zum Wurf2x Schild: 1 Erfolg zum Wurf

Wortgleich. Auf ihrem Verteidigungswurf aus Grün und Blau gelingt er in 69,4 Prozent der Fälle, in Aristeia! waren es 61,1 Prozent.

Die Kette, die nicht aufgeht

Der alte Guide hatte dafür einen eigenen Abschnitt, und die Frage stellt sich in Legends unverändert: Bekommt sie Frostbite, Bewegung und den Sturmangriff in eine Aktivierung?

Die Kosten sind dieselben geblieben. Charge of the Valkyrie nimmt drei Aktionspunkte, Frostbite zwei, eine Move-Aktion zwei, und ihre Energie steht auf 5.

Kette Aktionspunkte
Frostbite + Move + Charge7, geht nicht
Move + Charge, ohne Frostbite5
Frostbite + Charge, ohne Move5
Odin’s Breath + Frostbite + Charge5, die Bewegungspunkte kommen aus der Karte

Sieben Punkte hat sie nicht, und daran hat sich seit 2018 nichts geändert. Anders ist der Preis des Verzichts. Damals zahlte der Angriff einen Würfel je Bewegungspunkt, bis zu drei, und ohne Bewegung würfelte sie mit einem statt vier. Heute genügt ein einziges Feld, und der zweite Zusatzwürfel kommt aus dem Approach, der zur Aktion gehört und nichts kostet.

Erfolge im Wurf
gedruckt, ohne Bewegung1,83
nach einem Bewegungspunkt2,67
dazu die Kollision3,50

Ein einziger Bewegungspunkt bringt also 0,83 Erfolge, die Kollision noch einmal so viel. Die Klemme ist milder geworden, aufgelöst hat sie sich nicht: Frostbite und Bewegung passen weiterhin nicht in dieselbe Aktivierung.

Die Lösung ist dieselbe wie damals. Odin’s Breath liefert drei Bewegungspunkte, ohne einen Aktionspunkt zu kosten. 2018 war das ihr getarnter Angriffsverstärker, heute ist es die Karte, die die Kette überhaupt erst möglich macht, und sie räumt nebenbei Immobilized ab.

Die Taktikkarten

Die vier Namen von 2018 stehen unverändert auf den Legends-Karten, die Texte darunter nicht. Sie folgen demselben Umbau, den Gata und Maximus schon hinter sich haben: Der Grundeffekt gilt jetzt dem ganzen Team, und was Valkyrie allein auszeichnet, steht in einem Adds-Kasten darunter.

Eine Kleinigkeit vorweg, die beim Einsortieren auffiel. Cold Blood zählt seine Karten ab 001, obwohl die Core Box bereits bis 042 reicht. Wer beide Decks mischt, hat acht doppelte Nummern im Stapel.

Karte Aristeia! 2018 Legends 2026
Ice Wall2 blaue Würfel zum Wurfwortgleich, dazu Valkyrie Adds: einen Erfolg beim Ziel streichen, und die Karte darf zurück ins Deck
Odin’s Breath3 Bewegungspunkte, nur in ihrer AktivierungImmobilized von sich nehmen, in der Aktivierung jedes Verbündeten. Die drei Bewegungspunkte stehen im Valkyrie Adds
Valkyrie’s cry2 Schaden auf ein Ziel in 1-5, das Schaden hatdasselbe, Bedingung erweitert: Schaden oder Immobilized
FrostburnImmobilized auf ein Ziel in 1-5Immobilized auf ein Element in 1-5

Odin’s Breath, umgebaut

Die alte Fassung war ihr Angriffsverstärker mit Tarnkappe. Drei Bewegungspunkte hießen 2018 drei zusätzliche orange Würfel auf Charge of the Valkyrie, weil der Angriff seine Würfel damals nach Bewegung austeilte. In Legends tut er das nicht mehr: Ein einziges Feld genügt für den Bonus, alles darüber ist Positionierung.

Corvus Belli hat den Effekt deshalb nicht gestrichen, sondern zurückgestuft. Er steht jetzt im Adds-Kasten, und der Platz davor gehört einem neuen Grundeffekt: Immobilized von sich nehmen, spielbar in der Aktivierung jedes Verbündeten.

Für Valkyrie ist das die passendste Karte, die sie bekommen konnte. Ihr Angriff braucht Anlauf und reicht nur zwei Felder weit, ein Eisblock kostet sie also beides auf einmal. Genau dagegen zahlt die Karte jetzt, und obendrauf gibt es die drei Bewegungspunkte für den Anlauf.

Aristeia! – Valkyrie – Odin's Breath HexaDome Legends – Valkyrie – Odin's Breath
Odin’s Breath 2018: drei Bewegungspunkte, und damit drei zusätzliche Würfel auf ihren Sturmangriff. Odin’s Breath heute: Der Grundeffekt löst jeden Verbündeten aus dem Eis. Die drei Bewegungspunkte sind in den Adds-Kasten gerutscht.

Ice Wall, zweimal gewachsen

Der Grundeffekt ist Wort für Wort der alte. Neu sind zwei Zeilen im Adds-Kasten, und beide zählen. Die erste streicht dem Ziel einen Erfolg, wenn es zum Face-to-Face kommt. Die zweite erlaubt, die Karte zurück ins Deck zu mischen, statt sie abzulegen.

Auf welche Seite die zwei blauen Würfel gehören, entscheidet die Farbe. Blau ist ein Blockwürfel: Auf ihrer Verteidigung aus Grün und Blau steigen die Blocks von 2,00 auf 3,67, auf ihrem Sturmangriff die Erfolge nur von 3,67 auf 4,67.

Gemessen an dem, was der Kader ihr überhaupt anhaben kann, ist das trotzdem eine kleine Zahl. Über alle acht Angriffe der anderen elf Profile kommen im Mittel 0,63 Schaden bei ihr an. Die Würfel nehmen davon 0,46 weg, der gestrichene Erfolg noch einmal 0,12, zusammen 0,58. Der Grund für die kleine Zahl ist, dass sie ohnehin fast alles blockt. Prozentual bleibt kaum etwas übrig.

Aristeia! – Valkyrie – Ice Wall HexaDome Legends – Valkyrie – Ice Wall
Ice Wall 2018: zwei blaue Würfel, ein Satz. Ice Wall heute: derselbe Satz, dazu zwei Adds-Zeilen. Die untere macht sie zur einzigen ihrer vier Karten, die mehrfach kommt.

Frostburn und Valkyrie’s cry greifen ineinander

Einzeln sehen beide nach kleinen Änderungen aus. Frostburn tauscht Target gegen Element und friert damit auch Hindernisse ein, BeatBox‘ Lautsprecher zum Beispiel. Tangerines Kumquats nicht: Die sind running projectiles und laut Reference Guide S. 43 gegen alle Zustände immun. Valkyrie’s cry hängt an ihre Bedingung ein „oder ist immobilisiert“.

Zusammen sind sie eine Kette. Vorher brauchte Valkyrie’s cry ein Ziel, das schon getroffen war, also einen Vortreffer von irgendwem. Jetzt genügt Immobilized, und den Zustand stellt Valkyrie selbst her: mit Frostburn ohne Wurf, mit Frostbite auf der Charakterkarte in 66,7 Prozent der Versuche. Zwei Schaden ohne Würfel und ohne Aktionspunkt, auf fünf Felder Entfernung.

Die zweite Bedingung ist außerdem die haltbarere, und das liegt an einer Regel auf Seite 35: Ignorierter Schaden erfüllt keine Schadensbedingung. Ein einziges Schild beim Ziel verhindert also, dass überhaupt Schadensmarker entstehen, und damit fällt die alte Bedingung weg. Immobilized schert das nicht. Gegen ein Team mit Tangerine ist der Umweg über das Eis der einzige, der zuverlässig funktioniert.

Zur Einordnung, was zwei garantierte Schaden im Legends-Kader wert sind: Ihr voller Sturmangriff bringt gegen die 13 anderen Verteidigungen im Mittel 2,01 Schaden. Die Karte liefert also praktisch dasselbe, ohne dass Valkyrie das Feld wechseln muss.

Derselbe Zustand zahlt ein drittes Mal. Freyja’s Blessing legt ihr je angrenzendem immobilisiertem Element einen blauen Würfel auf alle Würfe: von 2,00 Blocks auf 2,83 bei einem Nachbarn, 3,67 bei zweien, 4,50 bei dreien.

Aristeia! – Valkyrie – Frostburn HexaDome Legends – Valkyrie – Frostburn
Frostburn 2018: Immobilized auf fünf Felder Entfernung, gegen ein Ziel. Frostburn heute: aus Target wird Element. Damit lassen sich auch Hindernisse festfrieren, etwa BeatBox‘ Lautsprecher.
Aristeia! – Valkyrie – Valkyrie's Cry HexaDome Legends – Valkyrie – Valkyrie's cry
Valkyrie’s Cry 2018: zwei Schaden, aber nur auf ein Ziel, das schon getroffen war. Valkyrie’s cry heute: Die zweite Bedingung kann sie selbst herstellen.

Stärken und Schwächen im Legends-Stand

Stärken

  • Sechs Attributwürfel, damit in der Spitzengruppe des Feldes.
  • Der volle Sturmangriff kostet nur noch einen Bewegungspunkt und eine Kollision.
  • Ihr gedruckter Angriffspool hat sich verdoppelt, der Erwartungswert ohne Anlauf steigt von 1,00 auf 1,83 Erfolge.
  • Thor’s Blessing macht sie immun gegen Verschiebungen, und davon gibt es in Legends deutlich mehr als früher.
  • Frostbite und Freyja’s Blessing greifen über Hindernisse ineinander.

Schwächen

  • Der Block-Klau auf dem Sturmangriff ist ersatzlos weg.
  • Vier Lebenspunkte sind Mittelmaß für eine Figur, die in den Nahbereich muss.
  • Ihr Angriff braucht Anlauf. Wer sie festsetzt, nimmt ihr die halbe Karte.
  • Reichweite 1-2 heißt: Sie muss jede Runde neu heran.

Synergien

Alles, was Gegner festhält, arbeitet für sie. hEXx3r und Wisteria setzen Ziele fest, und jedes festgesetzte Ziel neben Valkyrie zahlt über Freyja’s Blessing einen blauen Würfel aus.

Umgekehrt ist sie der ideale Partner für Figuren, die selbst leicht zu verschieben sind. Sie kann nicht weggeschoben werden und hält eine Position, die andere räumen müssten.

Der offensichtlichste Anker bleibt Maximus: Er zieht die Aufmerksamkeit, sie rennt hinein. Beide sind langsam am Zug, das passt zusammen. Auch das ist von der Karte gelesen und nicht gespielt.

How to handle: gegen Valkyrie spielen

Nimm ihr den Anlauf. Immobilize ist gegen sie doppelt wirksam: Es nimmt ihr die Bewegung, und ohne Bewegung fehlt der erste Zusatzwürfel. Ohne Kollision fehlt der zweite. Aus vier Würfeln werden die zwei gedruckten.

Vergiss das Verschieben. Thor’s Blessing ist eine Wand ohne Lücke, Push und Pull fallen mit unter das Verbot. Wer sein Team auf Verschiebung gebaut hat, spielt gegen sie mit halbem Deck.

Stell nichts Hartes neben sie. Jede Kollision ist ein zusätzlicher Würfel für sie. Wer im offenen Feld steht statt an der Wand, nimmt ihr diesen Bonus.

Zwing sie zum Frostbite-Wurf. Ein Drittel dieser Würfe geht ins Leere, und die zwei Aktionspunkte sind trotzdem ausgegeben. Bei Energie 5 ist das die halbe Aktivierung, und ohne Immobilized zahlt Freyja’s Blessing nichts.

Was nicht mehr geht: sie stilllegen. Der alte Guide nannte Silenced als bestes Gegenmittel, weil beide Passiven automatische Fähigkeiten sind. Den Zustand kennt das Legends-Regelwerk nicht mehr. Thor’s Blessing lässt sich damit überhaupt nicht mehr aushebeln, sondern nur umgehen.

Halt Abstand und schieß. Reichweite 1-2 ist kurz. Wild Bill auf 2-6 und BeatBox auf 2-5 können sie bearbeiten, ohne dass sie zurückschlagen kann.

Fazit

Vier Grundwerte, zwei Passive, ein Switch: Bei Valkyrie steht fast alles noch dort, wo es 2018 stand. Trotzdem gehört sie zu den klaren Gewinnerinnen des Relaunchs.

Ihre vier Grundwerte stehen unverändert, beide Passiven tun dasselbe wie 2018, ihr Switch ist wortgleich. Was sich geändert hat, ist die Zugänglichkeit: Der volle Sturmangriff kostete früher drei Viertel ihrer Bewegung, heute kostet er einen Schritt und einen Zusammenstoß. Ihr gedruckter Pool hat sich verdoppelt, ihr Brawn ebenfalls.

Bezahlt hat sie mit einem einzigen Werkzeug, dem Block-Klau, und das war ein gutes.

Der eigentliche Gewinn liegt aber woanders. Thor’s Blessing stand 2018 auf einer Karte in einem Spiel, in dem Verschiebung ein Randthema war. Heute steht sie in einem Spiel, das gerichtete Verschiebungen und Kollisionen zum Kern gemacht hat. Dieselbe Fähigkeit ist heute ein Vielfaches wert, ohne dass jemand ein Wort daran geändert hätte.


Bilder & Karten: Corvus Belli

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